Montag, 24. August 2009

Montag, 24. August 2009: Kenyir Lake und Lasir Wasserfall – unterwegs am Rande des Taman Negara Nationalparks

Nach einem etwas ernüchternden Frühstück (wir hatten aufgrund des guten Zimmers andere Vorstellungen vom Frühstück gehabt) haben wir unsere Sachen für einen Ausflug ins Landesinnere (siehe Überschrift) gepackt. Mit dem uns zur Verfügung stehenden Kartenmaterial haben wir dann gut zum Empagan Sultan Mahmud Staudamm (Fläche des damit im Zaum gehaltenen Sees „Tasik Kenyir“: 369 km²) gefunden. Lt. Reiseführer kann man hier nach Ausweis-/Reisepassvorlage aufs Gelände fahren, den Damm besichtigen und mit gecharterten Booten zum Lasir Wasserfall fahren. Jedoch haben die 2 sich schlecht mit Englisch verständigenden Sicherheitskräfte (Polizei?!) uns abgewiesen -> wir können weder aufs Gelände, noch zum Damm... Tja, was nun? Erstmal den Staudamm durch den Stacheldrahtzaun fotografiert und einen kleinen Wasserfall am Rande besichtigt. Dann haben wir die Entscheidung getroffen, ca. 45 km nach Pengkalan Gawi zu fahren, wo man auch mittels Booten zum kleineren Saok Wasserfall fahren kann. Auf der Fahrt begegneten uns u.a. kleinere Herden von Schafen und Kühen, die sich jedoch nicht an die Verkehrsregeln halten und quer über die Straße laufen, wie es ihnen passt. Da wir jedoch defensiv gefahren sind, haben wir kein Tierchen umgefahren... Auch ist noch zu erwähnen, dass die Straßenverhältnisse nicht immer die Besten sind und wir uns teilweise wie auf einem Slalom-Parcours fortbewegt haben. Aber es ist alles gut gegangen.

In Pengkalan Kawi angekommen, hatten wir schnell nach kleiner Verhandlung ein Boot gechartert, allerdings dann doch zum größeren Lasir Wasserfall. *freu* Die Überfahrt über den azurblauen und pupswarmen Kenyir Lake war in einer halben Std. mittels Speedboot gemeistert.












Dann liefen wir etwas in den Dschungel und bekamen den Lasir Wasserfall (insg. 130m hoch und 5 Stufen) zu sehen. Aufgrund der Trockenheit nicht ganz so wild wie sonst, dennoch schön. Es gab auch eine Ebene zum Abkühlen. Claudi kämpfte jedoch lieber mit den Mücken, anstatt mit mir baden zu gehen.

Aber ich muss zugeben, der Weg ins Wasser war nicht ganz so einfach... Einmal drin, war es echt eine Erfrischung. Auch ein Sprung ins Wasser war möglich, da das „Badeloch“ an einigen Stellen sehr tief war. Nach einer Std. Aufenthalt sind wir dann wieder zurückgefahren, und das war auch gut so. Denn es machten sich mal wieder kräftige Regenwolken mit etwas Gewitter breit. Kurz nach Ankunft am Auto und Start mit dem Auto fing es auch kräftig an zu regnen. Wir fuhren dann zurück nach Terengganu, wo wir uns als Erstes mit Geld versorgen mussten... Anschließend gab es auch was zu essen, denn wir leben momentan fast so, wie die Gläubigen hier -> aktuell ist hier nämlich seit 22. August für einen Monat Ramadan. Für die, die es nicht wissen: während des Ramadan darf nur vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang gegessen werden. Nach unserer Nahrungsaufnahme sind wir noch in den Supermarkt, ein paar Getränke und was zum Naschen zu holen. Auch hier wurden wir Zeuge, wie der Ramadan gelebt wird, denn während des Sonnenuntergangs (ca. 19.20 Uhr Ortszeit) wurde mittels gebetsähnlicher Ansprache über die Lautsprecher des Supermarktes der Sonnenuntergang verkündet und kurz darauf sah man die Angestellten des Supermarktes und kleinerer Läden mit Essen zwischen den Händen ihre knurrenden Mägen zu stillen... Ein Bild für die Götter (sprichwörtlich)...

Und so endet für uns ein weiterer Tag im abwechslungsreichen Malaysia.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen